Italien für Anfänger

Während für die meisten Deutschen meines Alters Italien eher einer Schulfreundin gleicht, die man mittlerweile nur noch beiläufig grüßt, weil sie irgendwie in der Zeit stehen geblieben ist, bin ich mit diesem Land erst vor Kurzem eine heißblütige Affäre eingegangen, in der noch alles prickelnd, neu und aufregend ist.

Vor einigen Jahren habe ich an der Uni einen Italienischkurs belegt. Wie bei solchen Kursen üblich, gab es auch hier eine Vorstellungsrunde verbunden mit der Frage, wo man in Italien bereits überall gewesen sei. Ein Kommilitone nach dem anderen beantwortete diese Frage unter souveräner Nennung mehrerer Städte, Landstriche oder gar ganzer Regionen, während ich mit zunehmend schwitzigen Händen feststellte, dass das so selbstverständlich benutzte Interrogativpronomen wo gar nicht auf mich zutraf, hatte ich Naivling doch offensichtlich wenigstens mit einem ob gerechnet.

Um dieser Tatsache eine zusätzliche dramatische Wirkung zu verleihen, war ich als Letzte mit der Beantwortung dieser Frage dran, als mich 20 Augenpaare im selben Moment erwartungsvoll fixierten.

Ein ungläubiges Raunen ging durch die Gruppe, als ich, einem Außerirdischen gleich, offenbarte, im Alter von 25 Jahren noch nie vorher in Italien gewesen zu sein.

Seitdem sind einige Jahre vergangen und ich kann mit stolzgeschwellter Brust von mir behaupten, keine verschüchterte Italien-Jungfrau mehr zu sein. Auch wenn wir uns noch in der – einem zarten Pflänzchen gleichenden – Kennenlernphase befinden, und ich noch nicht einmal ansatzweise so viel gesehen habe, wie ich gerne wollte, möchte ich hier nach und nach ein persönliches Sammelsurium etablieren, das Anekdötchen, Bilder und Erinnerungen archiviert.

Normative Touristenimperative sucht man hier vergebens; zu diesem Zwecke verweise ich auf die schier unzähligen Reiseführer und Italienblogs, die Einem sagen, „was man unbedingt gesehen haben muss“ (auch wenn natürlich mal die ein oder andere begeisterte Restaurant-Empfehlung fallen wird..).

Wenn Ihr, verehrte Leser/-innen, diesen rein subjektiven Ergüssen etwas abgewinnen könnt, und sei es nur ein kurzer Zeitvertreib beim Kaffee – scusate, caffè natürlich – freue ich mich wie wild darüber, wenn Ihr mir schreibt, einen Beitrag kommentiert, oder – einfach nur lest.

 

Foto & Text: Natalia Wrzaszczyk

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